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winterleid
der winter beginnt
anfang dezember mit temperaturen weit unter
null. die konsequenz: alle wege und wiesen sind gefroren, schrittreiten
ist angesagt. da man dabei nach kurzer zeit auf dem pferd festzufrieren
droht, bietet es sich an, nebenherzulaufen. jogging mit pferd ist
unser neuer wintersport. natürlich reicht das bei weitem nicht,
um den bewegungsdrang unserer vierbeiner zu stillen, aber der reitplatz
ist gefroren und die halle noch nicht fertig, also haben wir keine
wahl.
winterfreud'
kurz vor weihnachten fällt dann viel schnee,
und dann kommt auch noch die sonne raus, was uns einen traumhaften
ausritt bei minus 15 grad, 30cm schnee und strahlender sonne beschert.
so ist der winter schön. man kann plötzlich auf wegen galoppieren,
die vorher nur im schritt bereitbar waren. endlich können sich
die pferde mal wieder richtig strecken. und uns wird beim reiten wieder
warm. es ist herrlich.
der schneefall beschert unseren pferden auch begegnungen
mit seltsamen dingen, die sie noch nicht kannten. so finden sowohl
gina als auch nazdar die langläufer, die sich so seltsam gleitend
auf ihren langen brettern fortbewegen, äußerst suspekt.
und diese gruseligen roten plastikschlitten mit pferdefressenden kleinkindern
drauf sind zum davonlaufen! doch auch diese gefahren werden überstanden.
der fünfte freiflug
am 29. dezember streifen gina und ich ein paar stunden
durch den wald, der schnee ist gerade wieder weg und der boden nicht
mehr total hart gefroren. kurz vor der rückkehr zum hof gönne
ich uns noch einen kleinen galopp auf einem
weichen waldweg und finde mich plötzlich mit schmerzender schulter
auf dem dann doch gar nicht so weichen waldboden wieder. keine ahnung,
was genau passierte, war wohl ein freudenbuckler, der mich blöd
erwischte und mir den ersten knochenbruch meines lebens beschert.
das
wars mit reiten für die nächsten 4 - 6 wochen, mein linkes
schlüsselbein muss erstmal wieder zusammenwachsen.
der
erste jahreswechsel mit pferd
silvester
verbingen wir demnach sehr ruhig. wir fahren zum stall, weil wir neugierig
sind, wie unsere beiden auf die knallerei reagieren. sie regen sich
ein bisschen auf, freuen sich aber über die tapferkeitsbananen,
die wir ihnen mitgebracht haben und kriegen sich nach dem abklingen
des lärms schnell wieder ein.
aufbauarbeit
anstatt das wirklich
traumhafte wetter anfang januar draußen mit meinem pferd zu
genießen, sitze ich nun mit einem rucksackverband zuhause und
beisse in die tischkante.
ab mitte
januar beginne ich wieder mit bodenarbeit, da es unter anderem gilt,
den entstandenen vertrauensverlust wieder auszugleichen. anfang februar
sitze ich zum ersten mal wieder auf meinem pferd, und es fühlt
sich - zumindest mental - besser an, als ich befürchtet hatte.
aber meine kondition ist weg - muskelkater ist angesagt ...
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