winter 2001/2002: kälte, sonne und knochenbruch

winterleid

der winter beginnt anfang dezember mit temperaturen weit unter null. die konsequenz: alle wege und wiesen sind gefroren, schrittreiten ist angesagt. da man dabei nach kurzer zeit auf dem pferd festzufrieren droht, bietet es sich an, nebenherzulaufen. jogging mit pferd ist unser neuer wintersport. natürlich reicht das bei weitem nicht, um den bewegungsdrang unserer vierbeiner zu stillen, aber der reitplatz ist gefroren und die halle noch nicht fertig, also haben wir keine wahl.

winterfreud'

kurz vor weihnachten fällt dann viel schnee, und dann kommt auch noch die sonne raus, was uns einen traumhaften ausritt bei minus 15 grad, 30cm schnee und strahlender sonne beschert. so ist der winter schön. man kann plötzlich auf wegen galoppieren, die vorher nur im schritt bereitbar waren. endlich können sich die pferde mal wieder richtig strecken. und uns wird beim reiten wieder warm. es ist herrlich.

der schneefall beschert unseren pferden auch begegnungen mit seltsamen dingen, die sie noch nicht kannten. so finden sowohl gina als auch nazdar die langläufer, die sich so seltsam gleitend auf ihren langen brettern fortbewegen, äußerst suspekt. und diese gruseligen roten plastikschlitten mit pferdefressenden kleinkindern drauf sind zum davonlaufen! doch auch diese gefahren werden überstanden.

der fünfte freiflug

am 29. dezember streifen gina und ich ein paar stunden durch den wald, der schnee ist gerade wieder weg und der boden nicht mehr total hart gefroren. kurz vor der rückkehr zum hof gönne ich uns noch einen kleinen galopp auf einem weichen waldweg und finde mich plötzlich mit schmerzender schulter auf dem dann doch gar nicht so weichen waldboden wieder. keine ahnung, was genau passierte, war wohl ein freudenbuckler, der mich blöd erwischte und mir den ersten knochenbruch meines lebens beschert. das wars mit reiten für die nächsten 4 - 6 wochen, mein linkes schlüsselbein muss erstmal wieder zusammenwachsen.

der erste jahreswechsel mit pferd

silvester verbingen wir demnach sehr ruhig. wir fahren zum stall, weil wir neugierig sind, wie unsere beiden auf die knallerei reagieren. sie regen sich ein bisschen auf, freuen sich aber über die tapferkeitsbananen, die wir ihnen mitgebracht haben und kriegen sich nach dem abklingen des lärms schnell wieder ein.

aufbauarbeit

anstatt das wirklich traumhafte wetter anfang januar draußen mit meinem pferd zu genießen, sitze ich nun mit einem rucksackverband zuhause und beisse in die tischkante.
ab mitte januar beginne ich wieder mit bodenarbeit, da es unter anderem gilt, den entstandenen vertrauensverlust wieder auszugleichen. anfang februar sitze ich zum ersten mal wieder auf meinem pferd, und es fühlt sich - zumindest mental - besser an, als ich befürchtet hatte. aber meine kondition ist weg - muskelkater ist angesagt ...

es wird ungemütlich da draußen ...

winterfreuden - ein traumhafter ausritt

man muss schließlich genau forschen, ob unterm schnee nicht vielleicht doch gras ist!

silvester - es knallt ganz fürchterlich!
aufgrund des handicaps arbeiten wir im januar hauptsächlich vom boden - hier mit pferdefressendem ball


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