Gina und Klaus auf großer Fahrt (2)

 

Wir blieben noch einen weiteren Tag in Büttnershof, was sich als klug herausstellte. Bescherte uns dieser Tag doch einen schönen Rundritt in den Elbauen inklusive zweier Elbüberquerungen mit der Gierseilfähre. Das kostete die Pferde etwas Überwindung, zunächst wollten sie die metallene Rampe nicht betreten, ließen sich aber schnell überzeugen, dass es gefährlicher aussah, als es war.

Die kurze Fahrt selbst registrierten sie offenbar nicht wirklich, und glücklicherweise war auf der kleinen Fähre genügend Platz zum Rumtrappeln (normalerweise passen ca. zehn Autos drauf, bei beiden Touren fuhren aber nur zwei oder drei mit).

Die Landschaft in den Elbauen ist herrlich, teilweise ritten wir durch Sand wie an einem Meeresstrand, um kurz darauf in einem nordisch anmutenden Nadelwald über federnden Waldboden zu galoppieren.

Die einzige Verpflegungsstation, die wir auf diesem Teilstück fanden, war eine Tankstelle am Ortsausgang von Sandau, mit Anbindebalken in Form von Verkehrsschildern. Aber immerhin konnten wir was futtern, ein benachbarter Apfelbaum versorgte auch Gina und Nazdar mit einem Snack, so dass dieser Ritt nicht ganz so von Magenknurren begleitet war wie der vom Vortag.

Bei der Rücktour mit der Fähre marschierten Gina und Nazdar bereits sehr routiniert über die Metallrampe. Aber dieses Mal schien Gina zu merken, dass das Ding fährt, was sich in aufmerksamem Beobachten der plätschernden Elbe und gezieltem Äppeln auf die Fähre äußerte.

Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Calberwisch, bogen also von der Elbe in Richtung Westen ab. Eine sehr schöne Tour, nicht ganz so lang wie das erste Teilstück. Hier waren wir mutig und variierten zum ersten Mal die vorgeschlagene Reitroute, wenn uns ein abzweigender Weg schöner erschien. Inklusive einmal Verreiten, einem Stück zu Fuß und ein bisschen Suchen waren wir auch wieder fünf Stunden unterwegs. Auf diesem Teilstück war der Boden traumhaft, viel Sand und Wiesen.


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